Filmscreening „TWO YEARS MORE“ und „MODEL FAMILY AWARD“
Die Dokumentarfilme „TWO YEARS MORE“ und „MODEL FAMILY AWARD“ thematisieren die sogenannten „Overseas Filipino Workers“ (OFW), also Menschen mit philippinischer Staatsangehörigkeit, die im Ausland arbeiten.
Im anschließenden Gespräch reflektiert die Filmemacherin Lizza May David die gesellschaftlichen Implikationen von Arbeitsmigration und Care-Arbeit.

Die Dokumentarfilme „TWO YEARS MORE“ und „MODEL FAMILY AWARD“ thematisieren die sogenannten „Overseas Filipino Workers“ (OFW), also Menschen mit philippinischer Staatsangehörigkeit, die im Ausland arbeiten. Im Jahr 2023 wurden über 2 Millionen OFW registriert, davon waren knapp mehr als die Hälfte Frauen.
In „TWO YEARS MORE“ geht es um Nerry, eine OFW, die in Hong Kong als Haushälterin arbeitet, um ihre Familie zu unterstützen. Nach drei Jahren besucht sie ihren Ehemann und ihre Söhne. Der Film bietet Einsicht in ein verbreitetes philippinisches Familienmodell und stellt mediale Einordnungen von OFW als „Held*innen“ oder „Opfern“ in Frage.
„MODEL FAMILY AWARD“ thematisiert eine jährlich stattfindende Preisverleihung in den Philippinen, die Familien von OFW für „erfolgreiche“ Familienbeziehungen, gute schulische Leistungen der Kinder und unternehmerische Leistungen ehrt. Es zeigt, wie das Arbeitsministerium unterstützt durch verschiedene Unternehmen das Narrativ der OFW als Held*innen der Nation vorantreibt und Idealvorstellung einer Modellfamilie vermittelt.
Anschließend kommen Lizza May David und Laura May Konieczny ins Gespräch und reflektieren die gesellschaftlichen Implikationen von Arbeitsmigration und Care-Arbeit.
Lizza May David (geb. in den Philippinen) lebt in Berlin und arbeitet als Dozentin an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg.
Lizza ist Malerin und multidisziplinäre Künstlerin, die sich für die Lücken in persönlichen und kollektiven Archiven interessiert. Durch abstrakte Malerei experimentiert sie mit Formen der Aktivierung oder Störung und navigiert durch Momente, die sich der Repräsentation entziehen.
Laura May Konieczny ist Volontärin an der DASA Arbeitswelt Ausstellung. Sie studierte Angewandte Literatur- und Kulturwissenschaften sowie Soziologie und Kulturanthropologie des Textilen an der Technischen Universität Dortmund, wo sie auch den Master Kulturanalyse und Kulturvermittlung abschloss. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit materieller Kultur und Fragen der Fürsorge, Zugehörigkeit und Identität.