Die Aktion “Entartete Kunst” im Kontext der NS Kunstpolitik – Ethische Perspektiven für heute
Vortrag und Diskussion
Die Verfolgung der Kunst
Der Vortrag beleuchtet die NS-Aktion „Entartete Kunst“ im Spannungsfeld von Ästhetik, Ideologie und Erinnerung. Dabei wird herausgearbeitet, dass keineswegs alle betroffenen Künstler politische Gegner des Nationalsozialismus waren, sondern ihre Werke und Haltungen unterschiedliche weltanschauliche Bezüge aufweisen. Im Rahmen einer kontraktualistisch begründeten „unterscheidenden“ Erinnerungskultur wird diskutiert, wie zwischen künstlerischem Widerstand und ideologischer Nähe differenziert werden kann – um moralische Klarheit und normative Kohärenz im Gedenken zu schaffen.